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Singlefoot Singlefoot ist weiblich
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ASD-Problematik bei Mountain Horses Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Hallo Foris,

erst einmal Grundsätzliches zur Vererbung von ASD:

Es gibt drei Zustände der ASD: (Buchstaben stellen Gen-Codes dar)

- ASD-freies Pferd = aa
- ASD-Träger = Aa
- an ASD erkranktes Pferd = AA

Verpaarung........ASD-Möglichkeit beim Fohlen
aa x aa................100 % aa
aa x Aa................50 % aa; 50 % Aa
------------------------------------------------------------------------
Aa x Aa................25 % aa; 50 % Aa; 25 % AA
AA x aa................100 % Aa
AA x Aa................50 % AA; 50 % Aa
AA x AA................100 % AA

Zur Zucht sollten nur die ersten beiden Paarungskombinationen angewandt werden, da nur so ein "AA"-Fohlen sicher ausgeschlossen werden kann UND gleichzeitig die Chance auf ein gesundes "aa"-Fohlen besteht. Die genaue Erläuterung kann dem nachstehenden Text entnommen werden:

Im Folgenden der erste Teil der Übersetzung bezüglich der ASD-Problematik bei den chocolate-farbenen Mountain-Horses. Dieser Text ist recht einfach zu verstehen und sollte von allen Züchtern und vor allem Neuzüchtern hier in Europa sehr ernst genommen werden:


Anterior Segment Dysgenesis (ASD) beim Mountain Horse


Einige Mountain Horses haben eine besondere Farbe (chocolate), die vom Silver-Dapple-Gen hervorgerufen wird, welches auch in anderen Rassen vorkommt. Diese Farbe ist verbunden mit dem Gen das einen Augenzustand hervorruft, der als ASD bekannt ist. Diese Seite erläutert sowohl beide genetischen Zustände wie auch ihre Verbindung untereinander.

Grundfarben und abgewandelte Farben
Mountain Horses gibt es in den meisten Farben, die man auch in anderen Rassen findet, einschließlich den Grundfarben schwarz, braun und fuchsfarben. Diese drei Grundfarben werden wiederum durch andere Gene verändert, die sich Modifizierungsgene nennen. Gewöhnlich verdünnen diese Gene die Grundfarben oder sie fügen den Grundfarben weiß hinzu, sodass sich hier Roans (Stichelhaarige), Paints (Schecken), Duns (Falben), Grays (Graue), Palominos (Isabellenfarbigen) und Buckskins (Hirschlederfarbigen) usw. finden.

Chocolates (Schokoladenfarbige)
In den Mountain Horse Rassen, und besonders in der Rocky Mountain Horse Zucht, ist die als „Chocolate“ bekannte Farbe mit flachsfarbener Mähne und Schweif sehr beliebt. Sie ist eng mit diesem Pferd verbunden. Wenigstens vier der fünf Gründerhengste des RMHA-Zuchtbuches waren chocolate (schokoladenfarben) und alle Söhne von Tobe, der selbst schokoladenfarben war. Die Farbe „Chocolate“ findet sich auch in anderen Rassen, meistens bei den Isländern, den Shetland Ponies, den Miniatur-Pferden und einigen Zugpferden.
Diese Farbe, Chocolate, wird von einem Farb-Modifizierungs-Gen hervorgerufen. Ein Modifizierungs-Gen verändert eine andere Farbe (in diesem Fall hellt es auf). Dieses Gen hat von Genetikern den Namen „Silver-Dapple-Gen“ erhalten. Es ist ein Gen, das einzig und allein die Farbe Schwarz aufhellt. Es hat keine Auswirkungen auf die Farbe Rot (Sorrel oder Chestnut). Daher ist es möglich, dass ein Roter (Sorrel oder Chestnut) das Gen tragen kann und es weitergibt. Da ein solches Pferd aber kein Schwarz besitzt, was vom Gen verändert werden könnte, kann man vom bloßen Anblick des Pferdes nicht sagen, ob das Pferd das Gen trägt.
Das Silver-Dapple-Gen ist ein dominantes Gen, das einen noch höheren Aufhellungseffekt erzielt, wenn es doppelt im Tier vorkommt (jeweils einfach von jedem Elterntier). In diesen homozygoten Pferden sind die Mähnen und Schweife nahezu weiß und die schwarze Farbe des Körpers ist so aufgehellt, dass sie beinahe eine graue Farbe annimmt. Wenn das Pferd ein „Red-Chocolate“ (Silver-Dapple-Bay) ist, sind die schwarzen Points (Abzeichen) der Beine so hell, dass das Pferd beinahe wie ein einfarbiger Roter (Chestnut) aussieht, allerdings mit weißer Mähne und Schweif (jedenfalls wenn das Pferd jung ist).

Farbe und Augen
Farbgene sind auf dem Chromosomen-Strang sehr dicht bei den Augen-Genen angesiedelt. Häufig bewegen sich Gruppen von Genen während der Vermehrung in „Klumpen“ und gelten als genetisch gekoppelt. Das kann mit Augen- und Farb-Genen geschehen.
Genetiker der Michigan State University, USA haben in einer der größten jemals durchgeführten Pferde-Studie herausgefunden, dass ein Gen (oder Gene), das die physische Entwicklung des Auges betrifft mit dem Silver-Dapple-Gen zusammenhängt. Dieses Syndrom – eine Vielfalt von Veränderung in der Struktur des vorderen Auges – wird ASD, Abkürzung von Anterior Segment Dysgenesis, genannt. In der großen Mehrheit der Fälle verursacht ASD dem Pferd keine Probleme – es ist bloß eine Vielfalt von harmlosen Abweichungen von physikalischen Struktur-Norm.
Dieser Gen-Zusammenhang ist ein Farb-Phänomen, nicht rasseabhängig. Forscher haben den Zusammenhang ASD – Silver-Dapple in den meisten Rassen dieser Farbe gefunden. Die Silver-Dapple-Färbung ist bei den Mountain Horses jedoch sehr beliebt und Mountain Horse Züchter haben immer auf die Farbe hinaus gezüchtet. Folglich haben wir viel über ASD erfahren.
Es hat sich für die Leute dieser Rassen eingebürgert, als „ASD-Pferd“ nur jene zu bezeichnen, die zwei ASD-Gene tragen, eins von jedem Elterntier, also homozygot sind. Jenes Pferd, das nur ein ASD-Gen von einem Elterntier geerbt hat (heterozygot) wird als „nur Zyst-Pferd“ eingestuft. Diese Pferde zeigen gewöhnlich nur ein Merkmal von ASD, kleine Gebilde hinter der Linse, genannt „Cysts“. Diese Zysten verursachen keine Probleme beim Pferd oder seinem Sehvermögen.
Die meisten Mountain Horse Züchter sind inzwischen davon überzeugt, dass das Silver-Dapple- und das ASD-Gen zu 100 Prozent miteinander verbunden sind. Das bedeutet, dass ein Pferd, das ein einfaches Silver-Dapple-Gen geerbt hat, auch ein einfaches ASD-Gen trägt. Wenn ein Pferd das eine Gene zweifach trägt (Silver-Dapple), hat es auch das andere zweifach geerbt (ASD). Wenn es kein Silver-Dapple-Gen hat (z. B. rein schwarz oder braun), scheint es, dass das Pferd auch kein ASD-Gen hat. Auch wenn diese Erkenntnis nicht aus wissenschaftlichen Studien stammt, ist sie doch eine, die aus zuverlässigen Zucht-Erfahrungswerten von Züchtern seit über 10 Jahren nach der MSU-Studie resultiert.
Dieser Zusammenhang scheint auch dann aufzutreten, wenn sich die Augenuntersuchung des Pferdes als vollkommen normal darstellt, ohne jeglichen Hinweis auf nur ein einzelnes ASD-Gen. Ungefähr 13% der Chocolate Pferde stellen sich auf diese Weise dar und werden daher als „stille Träger“ bezeichnet. Stille Träger sind normalerweise heterozygot und so geben sie das ASD-Gen zu 50 % weiter, genauso wie Pferde, deren Augen „Cysts“ aufweisen.

Die Beschaffenheit von ASD
Das abnormale ASD-Gen ist ein semi-dominantes (halbdominates) Gen. Wenn ein Pferd nur ein abnormales Gen von einem der Elterntiere erbt, tritt nur ein leichtes und harmloses körperliches Sympton auf, nämlich „Cysts“ hinter der Linse (oder gar kein Symptom, wenn das Pferd ein stiller Träger ist). Cysts kann üblicherweise nur von einem erfahrenen Tier-Augenarzt entdeckt werden, der einen indirekten Augenspiegel verwendet. Ungefähr 87 % der Pferde, die ein einzelnes ASD-Gen tragen, zeigen „Cysts“. Die verbleibenden 13 % sind „stille Träger“ und können das Gen an ihre Nachkommen weitergeben – nämlich in 50 % der Fälle -, genau wie die Pferde, dessen genetischer Status in der Augen-Untersuchung sichtbar ist.

ANMERKUNG: Bitte seien Sie sich bewusst, dass es wichtig ist, den Unterschied zwischen dem Resultat der Augen-Untersuchung und dem eigentlich Gen-Status eines Pferdes als Träger des abnormalen ASD-Gens zu verstehen. Bedauerlicherweise verstehen viele Zücher oder Verkäufer diesen nicht oder erklären nicht hinreichend, dass ein „normaler“ Augenbefund auf gar keinen Fall eine Garantie darstellt, dass das Pferd das Gen nicht trägt. Es gibt eine erhebliche Anzahl von Chocolate-farbenen stillen Trägern, die untersucht und als „normal“ eingestuft wurden, aber das ASD-Gen tragen und weitergeben. Einige Züchter preisen ihre Pferde, deren Augen-Untersuchung als Resultat „normal“ ergeben hat, als „aa“ an (aa ist das genetische Symbol für ein Pferd, welches das ASD-Gen nicht trägt). Das ist sehr irreführend und nachteilig für jeden, der mit dem Pferd züchten möchte, das er kauft. Eine Augenuntersuchung kann nur das Vorhandensein des ASD-Gens bestätigen, aber nicht ausschließen. Bis wir einen genetischen Test haben, der das Vorhandensein des abnormalen ASD-Gens nachweist, den wir gegenwärtig aber noch nicht haben, muss vermutet werden, dass alle chocolate-farbenen oder red-chocolate-farbenen Pferde Träger oder stiller Träger zumindest eines abnormalen ASD-Gens sind und dieses somit an ihre Nachkommen weitergeben.

Zweiter Teil (Fortsetzung) folgt.....

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Liebe Grüße
Singlefoot
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08 Jul, 2009 14:06 51 Singlefoot ist offline Email an Singlefoot senden Homepage von Singlefoot Beiträge von Singlefoot suchen Nehmen Sie Singlefoot in Ihre Freundesliste auf Füge Singlefoot in deine Contact-Liste ein YIM Screenname: fuzzie135
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ASD-Problematik bei Mountain Horses - Teil 2 Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Wenn ein Pferd zwei Gene des dominanten ASD-Gens erbt, eins von jedem Elterntier, werden die Augen des Pferdes fast immer eine Vielfalt weiterer Abweichungen zusätzlich zum “Cysts” aufweisen. (Umgangssprachlich ist solch ein Pferd unter dem Begriff „ASD-Pferd“ bekannt geworden). Viele dieser Pferde sind einfach zu erkennen, wenn man weiß, worauf man achten muss. Nicht alle homozygoten Pferde werden alle der verschiedenen Abweichungen, die zum ASD-Syndrom gehören, in sich vereinigen – die meisten werden nur einige besitzen. Bekannte Abweichungen, die auch ohne spezielle Instrumente sichtbar sind, beinhalten Megalocornea (eine stärker als normal gewölbte Augenhornhaut – auch „Pop-Eye“ (herausspringendes Auge) genannt) und eine Pupille mit einer abnormen Form. Eine Abweichung, die beinahe diagnostisch ist, ist die Unfähigkeit der Pupillen des homozygoten Pferdes sich zu weiten oder sich normal zu weiten, nachdem dem Pferd eben für diesen Zweck Medikamente verabreicht wurden.

Es ist nun von einer eigenständigen Studie, bei der man weiter entwickelte Instrumente eingesetzt hat, festgestellt worden, dass nur eins der vielfältigen ASD-Syndrom-Merkmale die Sicht des Pferdes nachteilig beeinflusst. Das geschieht dann, wenn die Linse sich nicht an der richtigen Stelle befindet oder abgelöst ist. Dies ist auch das einzige Merkmal mit einer fortschreitenden Komponente, was bedeutet, dass sich dieses Merkmal mit der Zeit verschlechtert: Die abgelöste Linse entwickelt eine Eintrübung, die mit der Zeit zunimmt. Das kann allerdings nur beim homozygoten „ASD-Pferd“ (Gen-Symbol:AA) auftreten.

Nur ungefähr 10 % der homozygoten AA-Gruppe von Pferden, haben diese luxierte (verschobene) oder teilluxierte (teilverschobene) Linse, die die Sicht beeinträchtigt. Daraus ergibt sich nur ein sehr kleiner Prozentsatz im Hinblick auf die komplette Pferde-Population. Wenn Sie ein Pferd kaufen, sollten Sie sichergehen, dass ihr ausgewähltes Pferd keine falsch platzierten oder abgelöste Linsen hat, natürlich zusätzlich zu anderen Augenproblemen, die von anderen Ursachen hervorgerufen werden. Wenn das nicht der Fall ist, ist das Pferd für Gebrauchszwecke (NICHT: Zuchtzwecke, Anm.: Übersetzer) uneingeschränkt geeignet, egal ob es ein ASD-Gen, zwei ASD-Gene oder gar keines hat.

Was positiv zu vermerken ist, ist dass sich die Merkmale von ASD mit der Zeit nicht mehr verändern, ausgenommen natürlich der kleine Prozentsatz von Pferden mit teilabgelösten Linsen, die sich immer weiter eintrüben werden. Die Merkmale von ASD sind körperliche Entwicklungsabweichungen, die im Mutterleib stattfinden. Was Sie (oder Ihr Tierarzt) (nach der Geburt, Anm. Übersetzer) sehen, ist was sie bekommen haben, dann und in der Zukunft. Diese Abweichungen von der Norm verursachen dem Pferd keine Schmerzen und werden auch nicht kommen und gehen oder zu einem späteren Zeitpunkt auftreten. Daher werden sie auch durch eine fachkundige Ankaufsuntersuchung wissen, was sie bekommen.

[Gilt nicht für Züchter; Anm. Übersetzer] Wenn beide Elterntiere chocolate-farben waren, sind manche Leute, die ein Pferd kaufen möchten, stärker beunruhigt und machen sich mehr Gedanken über ASD bei diesem Nachkommen, als das der Fall wäre, wenn nur ein Elterntier oder gar keins chocolate-farben gewesen wären, unabhängig von der Farbe und dem offenkundigen Gen-Status des zu kaufenden Pferdes. Das sollte nicht von Belang sein. Der Status des Nachkommen als aa, Aa oder AA ist alles, was zählt. Der Aa-Nachkomme zweier chocolate-Eltern ist nicht andersartig als der Aa-Nachkomme eines chocolate-Pferdes und eines andersfarbigem Pferdes. Die einzige Frage ist, hat das Pferd zwei ASD-Gene geerbt, und wenn, ist als Resultat die Sicht des Pferdes beeinträchtigt. Und in diesem Fall sollte ein fachkundiger Tierarzt in der Lage sein, Ihnen sagen zu können, ob das Pferd daraus resultierende Sichtbeeinträchtigung hat.

Farbe und Zucht

Wenn Sie die Absicht haben, mit einem Pferd zu züchten, ist es wichtig, dass Sie den Gen-Status Ihres Pferdes kennen, damit sie einen Zuchtpartner aussuchen können, der die Chancen auf ein homozygotes ASD-Fohlen minimiert. Denn nur beim homozygoten Fohlen besteht Möglichkeit des beeinträchtigten Sehvermögens. Nochmals, wir nehmen stark an, dass jedes chocolate-farbene oder red-chocolate-farbene Pferd wenigstens eines dieser Gene trägt. Bis wir einen DNA-Test zum Nachweis des Vorhandenseins des Gens haben, sollten Pferde mit dieser Prämisse gezüchtet werden, ungeachtet der Resultate einer Augenuntersuchung. Ein sorrel-farbenes (Rotfuchs) oder chestnut-farbenes (Dunkelfuchs) Pferd kann keine, eine oder zwei Kopien des ASD-Gens tragen. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, den Gen-Status ihres Pferdes anhand der Farbe und/oder seiner Abstammung oder der Farbe seiner Nachkommen zu bestimmen, sollte ein Tierarzt mit Erfahrung in der Diagnostik von ASD das Pferd untersuchen. Bedauerlicherweise kann noch nicht mal eine Untersuchung die Möglichkeit des Vorhandenseins des ASD-Gens ausschließen, aber die Untersuchung kann sie bestätigen.

Wenn Sie jede Möglichkeit auf ein homozygotes ASD-Fohlen in Ihrem Zuchtprogramm ausschließen möchten, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt der verlässlichste Weg, niemals mehr als ein chocolate-farbenes Pferd(oder sorrel-farbenes Pferd mit einem bekannten ASD-Gen) in ein Zuchtpaar zu nehmen. Ungeachtet ob der Silver-Dapple-Elternteil heterozygot („nur Cysts“) oder homozygot („ASD“) ist, sie werden NIEMALS ein homozygotes ASD-Fohlen erhalten, wenn das andere Elterntier KEIN ASD-Gen trägt. Natürlich muss das genetisch normale Tier der Anpaarung (symbolisch „aa“) auch tatsächlich normal sein. Dieses Pferd kann schwarz, braun oder chestnut-farben (Dunkelfuchs) sein oder jede Abwandlung dieser Farben hervorgerufen durch jegliches Modifizierungs-Gen, AUSSER Silver-Dapple.

Wie kann man wissen, ob ein Pferd tatsächlich genetisch normal ist, da es ja stille Träger gibt, bei denen das Vorhandensein des Gens nicht festgestellt werden kann? Wie kann man das bei einem sorrel-farbenen oder chestnut-farbenen Pferd sagen? Den einzigen Anhaltspunkt den Züchter haben, seit die Verbindung ASD – Silver-Dapple entdeckt wurde, ist die Farbe des Pferdes. Bei chocolate-farbenen und red-chocolate-farbenen Pferden wird davon ausgegangen, dass sie Träger sind. Bei Schwarzen und Braunen wird davon ausgegangen, dass sie normal sind. Das sorrel- oder chestnut-farbene Pferd könnte jeden genetischen Status haben. Und hier haben wir ein wahres Mysterium, welches ich „das Rätsel von ASD“ nenne: Während Genetiker ausführen, dass sie „Cysts“ in Pferden gesehen haben, die braun oder schwarz erschienen und die Genetiker daher die Züchter warnten, dass diese keine Farben heranziehen dürften, um in ihrer Zuchtentscheidung immer homozygotes ASD zu vermeiden, mussten sich Züchter in der Praxis auf Farben verlassen, da ein Gen-Test nicht vorhanden ist und ebenso im Hinblick darauf, dass die Augenuntersuchung nicht alle Träger aufdeckt. Und so hat sich in der Zucht von tausenden von Mountain Horses während der letzten zehn Jahre und länger diese Farbmethode als sehr zuverlässiges Instrument heraus gestellt. Züchter in diesem Sektor, die homozygotes ASD vermeiden wollen, paaren chocolate-farbene Pferde mit Rappen oder Braunen und erhalten kein ASD. So einfach ist das gewesen. Chestnut-farbene Pferde (Dunkelfüchse) sind die einzige unbekannte Größe, jedoch sind chestnut-farbene Pferde in unserem Zuchtbestand unterrepäsentiert, was auf das Farb-Bewußtsein unserer Zuchtliebhaber zurück zu führen ist.

Seit kurzer Zeit haben wir ein neues Werkzeug – einen Gen-Test für das Silver-Dapple-Gen. Dieser könnte Züchtern helfen, die sich darüber zu vergewissern, dass ihr chestnut-farbenes Pferd mit „normalen Augen“ ein Träger von ASD ist, oder vielleicht bei einem Pferd, dessen Farbe ungewiss ist hinsichtlich des Vorhandenseins anderer Farb-Gene. Wenn in einem Pferd per DNA-Test nachgewiesen wird, dass es das Silver-Dapple-Gen trägt, tut der Züchter gut daran, vorauszusetzen, dass das ASD-Gen ebenfalls vorhanden ist.

Der Text erklärt im weiteren Verlauf die Anpaarung von Aa x Aa-Pferden. Diese Verpaarung wird allerdings aus genetisch-gesundheitlichen Gründen von uns, den Repräsentanten der KMSHA/SMHA (TM) für D, A, CH nicht befürwortet und wird daher auch nicht publiziert.

Fragen, Antworten und Anmerkungen bitte hier posten. (Nur für Mitglieder des Forums)

Vielen Dank für den Text und die Erlaubnis zur Übersetztung und Veröffentlichung an die Familie Morgan der Triple-S-Ranch.
Original-Text

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Liebe Grüße
Singlefoot
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12 Jul, 2009 17:52 39 Singlefoot ist offline Email an Singlefoot senden Homepage von Singlefoot Beiträge von Singlefoot suchen Nehmen Sie Singlefoot in Ihre Freundesliste auf Füge Singlefoot in deine Contact-Liste ein YIM Screenname: fuzzie135
 
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